Oman – Royal Opera Surprise

Oman – ich wollte schon immer in den Oman! Dieses Mal hatte ich aber nur sechs Stunden Zeit! Sechs Stunden für ein Land, das man mindestens eine Woche bereisen muss! Irgendwie nicht zufriedenstellend. Aber, man muss das Beste aus jeder Situation machen – zumindest ist dies meine Einstellung 🙂

Oper outside

Seit 1808 Sitz des Sultans von Oman, verspricht dieses Land faszinierende Eindrücke. Die große Moschee, eine der größten weltweit (aber hey, ich hab die in Abu Dhabi gesehen…), der lebhafte Markt, die Festungen Jalali und Mirani, ein Erbe der Portugiesen aus dem 16. JH…. uff, Festungen haben wir ja auch genug in Europa.

Von Oman aus soll nicht nur Sindbad zu seinen Seereisen aufgebrochen sein, auch der Weihrauch trat aus den Anbaugebieten des Südens seinen Siegeszug um die Welt an. Und Räuchern tue ich sehr gerne – ist ja eine spirituelle Geschichte.

Ich entschied jedoch, dass ich das Royal Opera House in Muscat besuchen möchte. Eigentlich bin ich mit klassischer Musik nicht so bewandert, aber irgendwie fand ich die Idee, ein Opernhaus in einem Sultanat, doch sehr spannend!

Decke

Der Bau wurde 2001 von Sultan Qabus durch ein königliches Dekret beschlossen. Im April 2007 wurde mit dem Bau begonnen. 

Das Opernhaus wurde Anfang September 2011 im Rahmen eines Galaabends mit einem kleinen Kreis von Ehrengästen mit der Oper Rigoletto von Verdi eröffnet. Die erste Theatersaison begann am 14. Oktober 2011 mit der Oper Turandot von Puccini, dirigiert von Plácido Domingo, und dauerte bis zur Neujahrs-Gala Ende 2011.

Oper EIngang

Insgesamt sind die Räume verschwenderisch mit kostbaren Marmorböden und einer wertvollen Täfelung ausgestattet. Der Theaterraum selbst ist in gediegenem Rot und Gold gehalten. Eine große Anzahl von Sitzen ist mit einem auf der Rückseite eingebauten Monitor ausgestattet  (in der Wiener Oper träumen sie von solch Luxus!), auf dem Untertitel in Arabisch und Englisch eingespielt werden können. Die Königsloge befindet sich gegenüber der Bühne.

Auf der Bühne befindet sich eine große Konzertorgel, die offenbar einzigartig ist – sorry, ich kenne mich bei Orgeln nicht aus, ist aber sicher im Internet nachzulesen.

Der Bau kostete dem Sultan eine Kleinigkeit von 240 Mio USD, aber dafür kann man sich bei Aufführungen anmelden und diese sind dann teilweise gratis oder sehr günstig.

Die Wiener Philharmoniker, Anna Netrebko etc. sind Stammgäste. Von Oper, Ballett, Jazz etc. wird bis hin zur zeitgenössische Kunst alles dargeboten!

Ich fand es unglaublich! Die goldenen Türgriffe, WC’s für Gäste, die an 1001 Nacht erinnern, Marmor, soweit das Auge reicht – und nur, da der Sultan etwas für Musik über hat! Chapeau!

Tür

Etwas Zeit blieb, deshalb begab ich mich in den Soukh von Muscat… hmmm… anders als Soukhs, die ich bis dato sah. Ruhiger, weihrauchgeschwängerter (eh klar 😉 ), einige Gewürze, aber ansonsten nur Weihrauch (in allen Formen!) und Halsketten !!! Warum Halsketten? Ich versuchte es raus zu finden, aber es war unmöglich!

Kette

Ich erstand 250 g Weihrauch – dieser Verkauf dauerte gefühlte 60 Minuten, da mir der Verkäufer erklärte, ich würde mind. 1 KG benötigen. Ich erklärte ihm, dass ich nicht vor hätte, bei meinem eigenen Begräbnis meinen eigenen, im Oman gekauften Weihrauch zu verwenden… er verstand es nicht oder wollte es nicht verstehen.. Am Ende bezahlte ich meine 250 g und meine räuchenden Freundinnnen werden reichlich beschenkt! 🙂

Es gab auch noch eine Art von Soukh Stand, die Ketten in allen Farben, Variationen etc. feil boten. Wenn dieser Stand ein Shop in einer der europäischen Hauptstädte wäre, wäre der Besitzer Millionär! Ein Paradies für Shopping Queens – und deren husbands, die nicht zu viel ausgeben möchten 😉

Fazit: Unbedingt zurück! Ich muss eine Rundreise machen – Weihrauchbäume sehen, Wüstenübernachtung und die Omanis besser kennen lernen! Ich freue mich!

Oper outside1

 

 

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